Welche Dateiformate werden unterstützt und wofür kann ich diese nutzen?

Ich erstelle Bücher für die Formate PDF, EPUB und MOBI / AZW3.

  • Das PDF-Format kann als „normales“ Ebook verkauft, oder als Druckvorlage für ein Printbuch / Taschenbuch genutzt werden. Ein PDF hat immer statische Seiten bei denen auf Lesegeräten keine Anpassungen mehr möglich sind.
  • Ein EPUB ist das Standarddateiformat für alle offenen E-Reader. Der Leser kann sich hier, je nach Reader, dynamisch seine Gerät so einrichten, wie es für ihn am angenehmsten ist. Das bedeutet, dass Layout, Schriftart und Schriftgröße individuell gewählt werden können. Medienobjekte wie Audio, Video und Bilder können beliebig eingesetzt werden.
  • MOBI / AZW3-Dateien sind Amazon’s interne Formate für alle Kindle-Reader. Man kann sie ausschließlich auf diesen Geräten öffnen. Auch hier sind dynamische Anpassungen des Schriftbildes möglich. Heute ist es eher gängig, bei einem Kauf im Amazon-Shop eine AZW3-Datei zu erhalten, da diese mehr Schriftarten unterstützt und zusätzlich Video und Ton wiedergeben kann. Ansonsten ist man bei den meisten Geräten relativ beschränkt, was z.B. das Einfügen von Bildern angeht.

Siehe hierzu auch meine Erklärungen zu den FORMATEN.

Welches Buchformat soll ich wählen?

Das hängt ganz von deinem Genre ab. Krimis oder Thriller haben eher kleine, schmale Formate, Ratgeber und Sachbücher sind oft etwas größer und Bildbände eher breiter. Man kann aber jedes verfügbare Format für sein Projekt wählen. Ich habe euch einmal alle verfügbaren Formate (mit visualisierten Größenvergleich) der Anbieter zusammengestellt, mit denen ich arbeite:

Welche Maße wird mein Printbuch haben?

Die gesamten Buchmaße (Vorderseite, Rückseite und Bundsteg) hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • dem gewählten Format
  • dem Einband (Hardcover, Paperback (Softcover), Booklet (Heftbindung), Ringbindung usw.)
  • der Seitenzahl
  • der Papiersorte („Dicke“ des Papiers)

Was muss ich beim Buchcover beachten?

Bei einem Printbuch wird immer die Vorderseite, die Rückseite (Beschreibung, Bewertungstexte, ISBN-Nummer, eventuell Bild vom Autor) und der Bundsteg (die „Mitte“ = meist nur der Titel, Autor und Verlag) gestaltet. Bei einem Buch mit beispielsweise

  • 136 Seiten (Seitenanzahl sollte immer durch 4 teilbar sein),
  • einem Paperback Einband,
  • der Papiersorte: Weiss 90 Gramm und
  • einem A5-Format (14,8 cm x 21 cm) sieht dann ungefähr so aus:

So würde die Vorlage für das Cover sein, welches am Ende gedruckt wird. Die finalen Maße können bei Printbüchern immer erst ganz am Ende exakt ermittelt werden, da sie abhängig von der Seitenzahl sind. Bei digitalen Büchern gibt es nur ein Cover, die Vorderseite. Hier sind alle möglichen Formate möglich und bleiben von Anfang bis Ende bei einer Größe.

Was ist bei der Innengestaltung zu beachten?

Bei Printbüchern erfolgt der Buchsatz immer einem geregelten Schema. Bei digitalen Büchern ist etwas mehr Spielraum, wobei aber auch hier die Abfolge: Cover, Inhalt, Text, Register natürlich Sinn macht.

Was bedeutet „Print-on-Demand“?

Das bedeutet, dass Bücher nur für die jeweilige Bestellung des Kunden gedruckt werden. Merkt aber der Anbieter, dass ein Buch sehr oft verkauft wird, druckt er manchmal ein paar „auf Vorrat“. Verlage hingegen drucken meist viele hundert bis tausend Exemplare auf einmal und verkaufen diese dann ab. Man kann sich auch für sein eigenes Buch zum Beispiel 50 Bücher drucken lassen und diese dann über seinen eigenen Vertriebskanal abverkaufen. Je höher die abgenommene Stückzahl, desto günstiger wird der Druckpreis.

Was kann ich mit einem Buch verdienen?

Das hängt von der Art des Buches ab (ob physisch oder digital), welches veröffentlicht werden soll. Bei einem Printbuch beispielsweise verringert sich die Marge, umso mehr Farbseiten (Bilder, grafische Elemente = höhere Druckkosten) man nutzt. Bei Ebooks entfallen Druckkosten, weshalb die Marge höher, der Verkaufspreis aber in der Regel niedriger ist.  Print-on-Demand Anbieter nehmen für den direkten Vertriebsweg eine höhere Marge, wohingegen der eigene Vertriebsweg über den Selbstversand, einen etwas höheren Verdienst ermöglichen kann.

In unserem Beispielfall von:

  • 136 Seiten, bei
  • 20 Farbseiten, der Papiersorte
  • Weiss 90 Gramm, einer
  • matten Laminierung, dem A5-Format von
  • 14,8 x 21 cm und einem
  • Paperback Einband (was meist das günstigste ist)

würde man für ein Printbuch mit einem Verkaufspreis von 9,99 € ungefähr 2-3 € verdienen.

Bei einem Ebook (Seitenzahl und interne Gestaltung irrelevant) mit einem VK von 7,99 € sind es zwischen 3 und 5 €.

Kostet mich das Buch auch etwas?

Das kommt drauf an, welchen Vertriebsweg du wählst. Bei Amazons Createspace kostet es nichts, dafür ist das Buch aber auch „nur“ im Amazon-Shop gelistet. Bei Book on Demand und Epubli gibt es für eine Gebühr von meist unter 20 Euro (manchmal gibt es aber auch Vetragslaufzeiten, bei denen dann zB. „Jahresgebühren“ – darauf sollte geachtet werden) die Möglichkeit, dass Buch in so gut wie alle Online- und Offline-Shops zu verteilen. Premiummodelle bieten auch ein Komplettpaket inklusive Werbung, Lektorat, Hilfe beim Upload und Aufbereitung des Manuskripts o.ä.

Wo kann man mein Buch kaufen?

Gedruckte Bücher über Print-on-Demand Anbieter können in bis zu 6000 Shops im deutschsprachigen Raum verfügbar sein. Darunter auch im stationären Handel. Wenn ein Kunde z.B. bei Thalia o.ä. danach fragt, ist es dort gelistet und kann bestellt werden. Seine Ebooks (PDF, EPUB und anderen Formate) kann man überall wo man möchte anbieten. Vorsicht ist nur bei Amazon Kindle Büchern geboten: Hat man einmal ein Buch im Kindle-Shop über Createspace hochgeladen, darf es nirgendwo anders vertrieben werden. Man kann es auch über seine eigene Homepage verkaufen oder Verkaufsplattformen wie Digistore24 nutzen.

Ist mein Buch auch bei Amazon gelistet, wenn ich es über einem anderen Anbieter drucken lasse?

In der Regel schon. BoD und Epubli verteilen es in jedem Fall auch über Amazon. Dazu braucht man also nicht unbedingt Createspace.

Welchen Anbieter soll ich nun wählen?

Ich persönlich arbeite gerne mit BoD. Das gebe ich offen zu. Sie haben einen guten Service und einen übersichtlichen Uploadprozess. Fast alle meine Projekte wickle ich über diesen Anbieter ab, da er unter anderem auch die höchsten Margen für den Autor bietet. Epubli hat ähnliche Konditionen und ist auch sehr übersichtlich sowie transparent gestaltet. Createspace hat viele Formate im Angebot, dafür aber einen recht komplexen Prozess beim Upload. Hier muss sehr viel beachtet, und sich in die Thematik eingearbeitet werden. Dafür bietet es aber auch die Möglichkeit, andere Medieninhalte wie Musik als CD zu veröffentlichen. Leider bietet Amazon’s Print-on-Demand Angebot auch die niedrigste Verdienstmöglichkeit (ca. 20-30 % weniger) im Vergleich mit den beiden anderen.

Wie lange dauert der Versand?

Nach 3-5 Tagen sollte im Schnitt ein Printbuch spätestens in der Regel angekommen sein. Das hängt aber auch von den jeweiligen Shops ab. Werden Exemplare versendet, die bereits „auf Vorrat“ gedruckt wurden, sollte es meist am schnellsten gehen. Ein Ebook lädt man sich eigentlich immer direkt auf sein jeweiliges Gerät herunter.

Gibt es bei Büchern eine Impressumspflicht?

Ja, die gibt es. Sie gilt sowohl für Printbücher, als auch für Ebooks. Dazu benötige ich von euch Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Zusätzlich ist es üblich, dass man Mitwirkende erwähnt, die bspw. das Lektorat, die Übersetzung, die Innengestaltung und die Covergestaltung durchgeführt, oder Bilder angefertigt haben.